Wir laden Sie herzlich ein zu DOKU+LAW 2026, unserer etablierten Fachtagung rund um Gesetze, Normen und Richtlinien in der Technischen Dokumentation. 2026 ist ein Jahr, das vieles verändert und Ihre Dokumentation ganz direkt trifft: Selten sind so viele regulatorische Entwicklungen zusammengekommen, und noch seltener münden sie so unmittelbar an einer einzigen Stelle: in Ihrer Technischen Dokumentation. Hier schlagen sich all diese neuen Anforderungen ganz konkret nieder, von der Rechtssicherheit über die Produktsicherheit bis zur Konformität Ihrer Produkte.
Details zur Veranstaltung
📅 Termin: Donnerstag, 24. September 2026 um 09:30 bis ca. 16:30 Uhr
📍 Ort: ZINDEL AG, Tangstedter Landstraße 83, 22415 Hamburg
Investition: 690 Euro + MwSt., Anmeldeschluss: 15. September 2026
Early Bird: 590 Euro + MwSt., bei Anmeldung bis zum 21. August 2026
Was erwartet Sie?
Insgesamt fünf fachliche Vorträge von bekannten Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Recht, Consulting und Technische Redaktion.
Das Programm
Matthias Schulz
ProCoA GmbH
Cyber-Security-Anforderungen und deren Auswirkung auf die Nutzungsinformation
Maschinenverordnung und Cyber Resilience Act verlangen von Herstellern, die Produkte mit digitalen Elementen in Verkehr bringen, diese gegen relevante Angriffe zu schützen. Es geht dabei vor allem um den Schutz der Gesundheit der Nutzer, aber auch um zuverlässige Betreibbarkeit, Schutz gegen Sabotage, Datenklau und -korrumpierung. Der Vortrag führt knapp in die Zusammenhänge von MVO, CRA und NIS-2 ein, legt die grundsätzlichen Anforderungen sowie die aktuell noch lückenhafte Normenlandschaft dar. Im Anschluss wird an einem Beispiel gezeigt, wie ein Cyber Risk Assessment für ein Maschinenbauprodukt ablaufen kann und dokumentiert wird. Daraus ergeben sich in vielen Fällen auch zusätzliche Informationen, die in die Nutzungsinformation (Betriebsanleitung) einfließen müssen. Dazu wird ein Beispiel präsentiert.
Inken Green
Globalnorm GmbH
Produkthaftung im Wandel
– (Neue) Produkthaftungsrichtlinie (EU) 2024/2853
– Umweltstrafrechtsrichtlinie (EU) 2024/1203
– Risiko Material Compliance und Wettbewerbsrecht
Nicht nur die Anpassung der Produkthaftungsrichtlinie nach 40 Jahren (!) bringt einige Neuerungen (zum Beispiel in Bezug auf die Fehlerhaftigkeit von Produkten) mit sich. Unter dem Begriff des Ökozids werden neue Straftatbestände für den besseren Schutz der Umwelt unter der sogenannten Umweltstrafrechtsrichtlinie zusammengefasst. Ebenso oft verkannt wird die Strafbarkeit für das schlicht fahrlässige Inverkehrbringen schadstoffbelasteter Erzeugnisse, wenn bestimmte gesetzliche Schadstoffgrenzwerte überschritten werden (Stichwort: Material Compliance). Und selbstverständlich stellt auch das Wettbewerbsrecht stets ein greifbares Risiko dar, da unter anderem Kennzeichnungen und/oder deren Unterlassung sowie die neuen Verbote von Umweltaussagen nach der EmpCo-Richtlinie offensichtlich sind und daher teure Abmahnungen nach sich ziehen können.
Jens-Uwe Heuer-James
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Neues Recht für Maschinen – digitale Anleitung und KI
Der moderne Maschinenbau nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung und selbstlernender Software (KI) – dies schlägt sich nun auch im rechtlichen Rahmen nieder: die „digitale“ Maschinenverordnung und der AI-Act sind hier die Stichworte. Leider sind die Regelungen ebenso komplex wie die tatsächlichen technischen Sachverhalte. Der Vortrag vermittelt hierzu einen Überblick, natürlich mit dem Schwerpunkt der Anforderungen für die Technische Dokumentation. Neben der klassischen Anleitung – nun in digitaler Form – spielt dabei vor allem auch die interne Dokumentation mit der „Technischen Dokumentation“ eine Rolle.
KI ist ein Dauerbrenner – die digitale Maschine, die mit einer intelligenten Software lernt, gehört mittlerweile zum Standard. Der Gesetzgeber hat lange gebraucht, um dem Einsatz von KI einen entsprechenden Rahmen zu geben. Mit dem AI-Act hat die EU diesen geschaffen und für den Maschinenbau postuliert: Der Einsatz von KI bei Maschinen ist Hochrisiko-KI, an deren Entwicklung und Einsatz hohe Anforderungen zu stellen sind. Dies gilt gerade auch in Hinblick auf die Dokumentation der Entwicklung, aber auch des Einsatzes von KI im Feld – hier stellen sich der Technischen Dokumentation neue Herausforderungen und neue „Einsatzgebiete“. Was dies in der Praxis bedeutet, soll im Vortrag aufgezeigt werden. Hinweise für die Praxis der Technischen Dokumentation runden den Vortrag ab.
Tobias Ziemzek
Deutsches Institut für Maschinensicherheit
Maschinenverordnung 2027 – Neue Anforderungen an Dokumentation und Verantwortlichkeiten
Mit der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 verändern sich zahlreiche Anforderungen an Hersteller, Integratoren und weitere Wirtschaftsakteure. Insbesondere die digitale Dokumentation rückt stärker in den Fokus und wird durch neue Vorgaben konkretisiert und erweitert. Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Änderungen in den einzelnen Dokumenten und zeigt auf, welche Anpassungen Unternehmen künftig umsetzen müssen. Behandelt werden insbesondere die Anforderungen an Betriebsanleitung, Risikobeurteilung, Konformitätserklärung und Typenschild sowie die neuen Regelungen zu wesentlichen Veränderungen von Maschinen. Darüber hinaus werden die erweiterten Verantwortlichkeiten der Wirtschaftsakteure erläutert und deren Auswirkungen auf die betriebliche Praxis dargestellt. Ziel des Vortrags ist es, die neuen Anforderungen verständlich einzuordnen und konkrete Hinweise für die Umsetzung in der Technischen Dokumentation zu geben.
Martin Schlicksupp
commatec GmbH
Kreislaufwirtschaft und Marktüberwachung: Ein neues Thema und eine neue Zielgruppe für die
Technische Dokumentation
Der Digitale Produktpass ist beschlossen und beginnt sich auszubreiten. Er ist Mittel zum Zweck: Kreislaufwirtschaft und Marktüberwachung. Europa will unabhängig von kritischen Rohstoffimporten werden und die enormen Müllberge beseitigen. Ziele, die wir im Prinzip gut finden und die uns alle herausfordern. Sie bescheren den Technischen Redaktionen neue Aufgaben. Kennen wir unsere neue Zielgruppe – die Marktüberwachung – schon? Welche Informationen stellen wir für sie zusammen? Wo und wie? Und was bedeutet Kreislaufwirtschaft konkret für mein Unternehmen? Hersteller werden ihre Prozesse umstellen und Produkte nachhaltiger entwickeln müssen. Wie betrifft das die Technischen Redaktionen? Der Referent wird einen Blick in die Zukunft werfen, die rechtliche Situation darstellen und Schritte zur Umsetzung zeigen.
Freuen Sie sich neben den Vorträgen auf viel Raum, sich mit Branchenkolleginnen und -kollegen sowie den Referierenden auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und aktuelle Herausforderungen der Technischen Dokumentation zu diskutieren.
Zum gemütlichen Abschluss des Tages laden wir Sie herzlich zu einem entspannten After-Work ein, eine perfekte Gelegenheit, den Tag in angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.