Stellen Sie sich vor, die regulatorischen Anforderungen an Hersteller nehmen weiter zu: Europäische Verordnungen werden präzisiert, Normen weiterentwickelt und digitale Produkte rücken noch stärker in den Fokus von Compliance und Produkthaftung. Von der Maschinenverordnung über den AI Act bis hin zu Cybersecurity-Vorgaben entsteht ein Umfeld, in dem Technische Dokumentation längst mehr ist als reine Informationsvermittlung, sie wird zum strategischen Bestandteil des Konformitätsnachweises.
Mit genau diesen und ähnlichen Entwicklungen wird sich die nächste Tagung DOKU+LAW, organisiert von DokuNord, beschäftigen. Auch diesmal bringen wir Fachleute aus Industrie, Recht und Technischer Kommunikation zusammen, um aktuelle gesetzliche, normative und regulatorische Fragestellungen praxisnah zu beleuchten. Geplant sind fünf Fach- und Impulsvorträge, die solche zentrale Themen aufgreifen und einordnen.
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Tagung DOKU+LAW
Am Donnerstag, 24. September 2026, von 9:00 bis ca. 17:00 Uhr,
Im Hause der ZINDEL AG, Hamburg
Die Vorträge aus 2025 auf einen Blick
Product Compliance in der Technischen Dokumentation – Matthias Schulz (HiQ text GmbH)
Matthias Schulz eröffnete die Tagung mit einem Blick auf Product Compliance als zentralen Bestandteil der Technischen Dokumentation. Er beleuchtete Fragen wie “Wovor müssen wir warnen?” und betonte die Bedeutung eines strukturierten Managements mit Tools wie Jira. Normen wie EN IEC/IEEE 82079-1 wurden als Leitfaden hervorgehoben, um Haftungsrisiken durch frühzeitige Integration von Informationen zu gefährlichen Stoffen zu minimieren.
Macht die Einhaltung von Normen Anleitungen sicherer? – Karsten Voß (ZINDEL AG)
Karsten Voß fragte, ob Normen die Sicherheit von Anleitungen steigern können, und antwortete mit Ja – wenn der Nutzer im Fokus steht. Er verwies auf DIN EN ISO 12100 und empfahl klare Warnhinweise gemäß IEC/IEEE 82079-1, um Risiken wie in den Glyphosat-Fällen zu vermeiden.
Risikobasierter Ansatz für digitale Betriebsanleitungen – Tobias Ziemzek (Deutsches Institut für Maschinensicherheit)
Tobias Ziemzek präsentierte einen Ansatz für digitale Anleitungen, gestützt auf die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und Verordnung 2023/1230. Sie betonten die Bewertung nach DIN EN ISO 13849-1 und die Balance zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, etwa durch interaktive Formate.
Omnibus IV, Globale Märkte und globale Anforderungen – Inken Green (Globalnorm GmbH)
Inken Green erläuterte Omnibus IV und globale Anforderungen, von den USA bis China. Sie empfahl Normenmanagement-Software und digitale Anleitungen, sofern Sicherheitsinformationen physisch verfügbar bleiben, als Strategie für globale Compliance.
Europäisches Produktrecht im Aufbruch – Jens Heuer-James (Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH)
Jens Heuer-James beschrieb den Wandel durch die EU-Produktsicherheitsverordnung und die Maschinenverordnung 2023/1230, die digitale Anleitungen erlauben, aber Papierform für Verbraucher verlangen. Er betonte robuste Dokumentation als Schutz.
» Weitere Informationen zu den Vorträgen und Referenten folgen demnächst per Einladung.
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