DOKU+MEDIEN-Forum 2019

Am Mittwoch, den 13.02.2019, veranstalten wir mit DokuNord – unserem Verbund Technischer Redaktionen – zum 22. Mal das DOKU+MEDIEN-Forum: ein Seminartag für Macher und Entscheider aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb, Marketing, Service und Technische Dokumentation. Und Sie sind hoffentlich dabei.

Zwölf spannende Vorträge in zwei Seminarreihen warten auf Sie. Die Referenten beleuchten grundlegende und aktuelle Themen: von gesetzlichen, normativen Anforderungen über redaktionelle Methoden bis hin zu Lösungen für elektronische, mobile Dokumentation. Und beim Imbiss sowie in den Pausen bieten sich einmalige Gelegenheiten zur Fachsimpelei unter Experten.

Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen:

22. DOKU+MEDIEN-Forum 2019
Mittwoch, 13.02.2019, 9:00–17:30 Uhr,
im Hause der ZINDEL AG, Hamburg
Investition: 450 Euro + MwSt.
für Frühbucher bis 09.01.2019: 390 Euro + MwSt.
Anmeldeschluss: 06.02.2019

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Die Seminarreihen A und B finden zeitgleich statt.

Vortrag A1

Kampf der Giganten: die überarbeitete IEC 82079-1 vs. die neue ISO 20607

Roland Schmeling
Schmeling + Consultants GmbH

Die beiden internationalen Normen IEC 82079-1 und ISO 20607 behandeln das Erstellen von Benutzerinformationen: Die erste bildet als Horizontalnorm grundlegend den Stand der Technik für die Erstellung von Informationen jeder Art ab, welche die Nutzung eines Produkts unterstützen. Die zweite gilt nur für Maschinen, behandelt Anforderungen an Sicherheitsaspekte von Betriebsanleitungen und konkretisiert die Vorgaben aus der Sicherheitsnorm ISO 12100, Abschnitt 6.4, und damit der EG-Richtlinie für Maschinen.
Für Technische Redaktionen im Maschinenbau sind beide Normen relevant. Der Vortrag zeigt Möglichkeiten und Grenzen der parallelen Anwendung auf, erklärt die Hintergründe und gibt konkrete Hinweise für die Praxis.


Vortrag A2

Content Delivery ist keine Utopie: Digital Information Services in der Praxis

Prof. Dr. Wolfgang Ziegler
Hochschule Karlsruhe

Die Technische Kommunikation wird immer schlauer. Zumindest erhält man den Eindruck durch das gehäufte Auftreten von „smarten“ Systemen und Produkten sowie „intelligenten“ Informationen. Häufig verbergen sich dahinter altbekannte Dinge, in vielen Teilen aber auch neue Ansätze, die Auswirkungen auf die Arbeitsweise der Technischen Kommunikation haben werden. Diese Ansätze betreffen den Erstellprozess sowie die (eventuell wirklich) neue Nutzungsart von Inhalten im Content Delivery.
Um dies systematisch zu verstehen, wird im Vortrag u.a. die Intelligenzkaskade von nativer, ontologisch erweiterter und künstlicher Intelligenz betrachtet. Dabei soll klar werden, welche Möglichkeiten und Konsequenzen der Übergang von einer rein technischen Betrachtung des Content Delivery hin zu Digitalen Information Services haben kann.


Vortrag A3

Servicedokumentation heute: digital, maßgeschneidert und mit echtem Mehrwert

Thomas Riegler
VDMA e.V.

Um einen professionellen Service bei immer größeren Produktvarianten und unterschiedlichen Technologien zu bieten, ist eine aktuelle Servicedokumentation unerlässlich. Doch die gibt es häufig nicht, und Maschinen mit der Losgröße 1 erhöhen zusätzlich die Anforderungen. Die Aufgaben der Servicetechniker im weltweiten Einsatz verändern sich, und der demografischen Wandel kommt unausweichlich. Das stellt den meist mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau vor große Herausforderungen.


Vortrag A4

Interne Dokumentation, Normen- und Wissensmanagement – Luxus oder Notwendigkeit?

Schwachstelle Unternehmensdokumentation

Jens-Uwe Heuer-James
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Die Verantwortung für Produkte zwingt die Unternehmen nicht nur zur Erstellung von Informationen für den Produktnutzer, sondern auch zur Dokumentation des eigenen Handelns, unter anderem durch die Erstellung von technischen Unterlagen. Dabei handelt es sich nicht um eine „formale“ Herausforderung. Deutlicher gesagt: Wer schlecht dokumentiert, kommt in dem Maße mit dem Gesetz in Konflikt, wie ein Unternehmen, was in technischer Hinsicht fehlerhafte Produkte herstellt und auf dem Markt bereitstellt. Dies ist vielen – gerade mittelständischen – Unternehmen nicht bewusst. Das Stichwort zur Lösung ist Wissens- und Normenmanagement. Auch hier gilt: Es handelt sich nicht um ein Hobby von Mitarbeitern, sondern um eine rechtliche Herausforderung, die das Unternehmen zu meistern hat.


Vortrag A5

Große Produktvarianz? Kleine Aufgabe für ein Redaktionssystem!

Featurebasiertes Variantenmanagement nutzen

Ilka Domberg
Ovidius GmbH

Hersteller können Produkte auf Basis eines Standardproduktes in einer Vielzahl von Konfigurationen erstellen und ausliefern. Endbenutzer wollen nur die Produktinformationen sehen, die für ihre Produktkonfiguration relevant sind. Wir stellen ein Verfahren vor, mit dem diese Variabilität in der Dokumentation abgebildet werden kann. Über die Produktanalyse und die Faktorisierung der relevanten Merkmale konfigurieren wir ein kompaktes Variantenmanagement.


Vortrag A6

Metadaten und iiRDS – nicht nur etwas für die Großen

Markus Wiedenmaier
practice innovation

Die Frage zu iiRDS: Noch warten oder gleich loslegen? Hierzu beleuchte ich den praktischen Einsatz von iiRDS und stelle verschiedene Use cases vor, mit denen iiRDS bereits heute genutzt werden kann, ohne direkt den gesamten iiRDS umsetzen zu müssen und damit ein großes Projekt zu starten. Es gibt hier viele Anwendungsfälle, bei denen iiRDS schon heute einen großen Nutzen bringt, z. B. in der SEO-Optimierung von HTML5-Hilfen oder dem Anwendungsfall Zulieferdokumentation. Diese Ansätze zeige ich auf Basis eines Word-Dokuments, welches über Machine Learning automatisch mit Metadaten angereichert wird und dann einen direkt Nutzen im Servicebereich generieren kann.


Vortrag B1

Mit einfacher Sprache jeden Nutzer erreichen – ein Bestandteil sicherer Anleitungen

Einfache bürgernahe leichte kontrollierte regulierte Sprache: Was können wir tun, damit man uns besser versteht?

Prof. Dr. Klaus Schubert
Universität Hildesheim

Verständlichkeit ist oberstes Ziel der technischen Dokumentation! Wer hier spart, zahlt bei Hotline und Gewährleistung drauf. Was können wir tun? Die Sprache vereinfachen? Aber was ist am effizientesten? Und was ist für wen am verständlichsten? Bilder statt Text? Oder den Inhalt reduzieren? Der Vortrag versucht einen Überblick über aktuelle Verständlichkeitsoptimierungstechniken und schlägt Auswahlkriterien vor.


Vortrag B2

Ohne Semantik ist alles bedeutungslos: Über den Sinn semantischer Informationsmodellierung

Prof. Dr. Martin Ley
Hochschule München

Der Beitrag von Prof. Dr. Ley beleuchtet die Informationsmodellierung unter semantischen Gesichtspunkten und wird diese Fragen beantworten: Was überhaupt ist Semantik? Wie könnte ein semantisches Informationsmodell für die Technikkommunikation aussehen? Welche Möglichkeiten (Stichwort intelligente Assistenten) bieten semantische Technologien, und wie könnte eine entsprechende Systemarchitektur aussehen?
Sowohl im Vortrag als auch interaktiv, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen, sollen Antworten auf diese Fragen erarbeitet werden.


Vortrag B3

Technische Redaktion mit System, oder: Gibt es reproduzierbare Qualität ohne ISO 9001?

Volker Wodaege
ZINDEL AG

Was braucht man für rechtskonforme, vollständige, verständliche Technische Dokumentation: gut ausgebildete Technische Redakteure sowie ein Bücherregal an Gesetzen und Normen. Damit ließe sich ab und zu die eine oder andere gute Anleitung hinkriegen.
Nachhaltiger wäre es, man hätte auch einen stabilen Erstellungsprozess, mit ständiger Verbesserung. Anders gesagt: ein QM-System nach ISO 9001. Aber bitte nicht mit Papierbergen von Checklisten, sondern mit einem redaktionsweiten Wiki. Nur so kann dauerhaft, wiederholbar Qualität entstehen.


Vortrag B4

Dokumentation ohne Turbulenzen: Ideen aus der Luftfahrt, die jede Anleitung sicherer machen

Angelo Stefanou
ASN Ingenieursgesellschaft mbH & Co. KG

Sicherheit in Betrieb und Instandhaltung nimmt in der Luftfahrt einen besonderen Stellenwert ein. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Technische Dokumentation. Selbst kleinere Unfälle können hier der Anlass sein, grundsätzliche Konzepte auf den Prüfstand zu stellen.
Einige der daraus entstandenen Lösungen – beispielsweise die Einbindung von Checklisten – haben längst in anderen Branchen Einzug gefunden. Doch noch immer bietet die Luftfahrt Technischen Redakteuren „von außerhalb“ neue Ideen an, die zur Sicherheit der Dokumentation beitragen können.


Vortrag B5

Interaktive und animierte Grafiken bringen Bewegung in die mobile Dokumentation

Janka Oldsen und Lars Schiller
ZINDEL AG

Anleitungen werden mobil. Höchste Zeit, auch die Grafiken in Bewegung zu setzen! Nicht nur Texte und Tabellen sind anders, damit sie auf die kleinen Bildschirme passen. Auch die Grafiken ändern sich. Was auf Papier nur statisch sein konnte, bewegt sich plötzlich und beginnt zu blinken. Man kann einzelne Elemente anklicken, in das Bild hineinzoomen und zusätzliche Informationen aufrufen. Komplizierte Abläufe lassen sich visualisieren, Bewegungsrichtungen aufzeigen, die korrekte Handhabung lässt sich demonstrieren, die warnende Blinkfrequenz wiedergeben …
Vieles ist möglich, nicht alles ist sinnvoll. Zumal der Aufwand riesig ist und neben dem Illustrationshandwerk auch Codezeilen gefragt sind. Dennoch: Mit Bedacht verwendet, bieten interaktive und animierte Grafiken einen echten Mehrwert und machen die Anleitungen verständlicher.


Vortrag B6

Ersatzteilkataloge mit 3D-Modellen auf einer VR-Brille

Rolf Wensing
TID Informatik GmbH

Virtuelle Realität im Service – die Zukunft!? Sie nutzen bereits einen 3DErsatzteilkatalog im Service und planen, zukünftig damit auch VR/ARAnwendungen zu verknüpfen?
Als Spezialist für elektronische Ersatzteilkataloge und Serviceinformationssysteme sind wir der Frage nachgegangen, welchen Aufwand und welches Kosten-Nutzen-Verhältnis dieses Vorhaben für industrielle Unternehmen wirklich bedeutet. Bei diesem Pilotprojekt stand vor allem die Anwendbarkeit für die tägliche Praxis im Fokus. Lassen Sie sich von den Ergebnissen der Testphase überraschen, und erleben Sie live die Präsentation, was heute mit einer "low cost" VR-Brille bereits realisierbar ist.

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