DOKU+MEDIEN-Forum 2017

Dieser Donnerstag wird ein besonderer Tag: Am 23.02.2017 veranstaltet DokuNord zum mittlerweile zwanzigsten Mal das DOKU+MEDIEN-Forum. Auch in diesem Jahr richtet sich der Seminartag an Macher und Entscheider aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb, Marketing, Service und Technische Dokumentation.

Mit über 150 Vorträgen und fachkundigen Referenten hatten wir in den letzten Jahren Hunderte von Teilnehmern begeistern können.
Zum Jubiläum haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Diesmal warten gleich zwölf aktuelle, fundierte Vorträge auf Sie. Die Bandbreite der Themen reicht von Anforderungsmanagement über Fragen des Urheberrechts und intelligente Navigationskonzepte bis zu Augmented Reality. Und in den Pausen bietet sich die unvergleichliche Gelegenheit zur Fachsimpelei unter Kollegen.

Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen:

20. DOKU+MEDIEN-Forum
Donnerstag, 23.02.2017, 9:00–17:00 Uhr
Investition: 420 Euro + MwSt.
für Frühbucher bis 20.01.2017: 390 Euro + MwSt.

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Die Seminarreihen A und B finden zeitgleich statt.

Vortrag A1

Roland Schmeling
Schmeling + Consultants GmbH

Anforderungsmanagement
Komplexe Anforderungen an Konformität und Systeme effektiv erfüllen

Lasten- und Pflichtenhefte als eine Form des Anforderungsmanagements sind aus Systemeinführungen und Entwicklungsprojekten bekannt, aber für Dokumentationsprojekte unüblich. Durch immer mehr Märkte und sich ändernde Gesetze, Verträge und Normen steht zunehmend auch die Technische Dokumentation vor der Aufgabe, ein komplexes Geflecht an Anforderungen wirksam zu erfüllen und zu überwachen.
Der Vortrag zeigt mit Beispielen bis hin zu technischen Lösungswegen, was wir in der Technischen Dokumentation von professionellem Requirements Management lernen können – und müssen!

Vortrag B1

Prof. Martin Schober
Hochschule Karlsruhe

Augmented Reality in der Technischen Redaktion
Erstellungsprozess und Werkzeuge

Augmented Reality entwächst den Kinderschuhen. Diese Technologie bietet eine moderne Art, Wissen zu vermitteln und komplexe Handlungen dynamisch zu unterstützen. Dadurch ergeben sich interessante Perspektiven für die Technische Dokumentation, das E-Learning und den Service. Welche Kenntnisse werden benötigt, um Technische Dokumentation um AR-Elemente zu erweitern? Welche Hardware und welche Software-Tools stehen zur Verfügung?
In diesem Vortrag werden unter anderem Arbeiten von angehenden Technischen Redakteuren vorgestellt, die die Möglichkeiten von AR ausloten.

Vortrag A2

Ulrike Parson
parson AG

Metadaten für modulare Informationen
Wie mache ich Dokumentation fit für die Smart Factory?

Technische Dokumentation wird zunehmend modularer und kann auf mobilen Endgeräten ausgeliefert werden. Damit die Dokumentation in moderne Produktionsanlagen oder intelligente Fabriken integriert werden kann, reicht jedoch ein mobiles Format alleine nicht aus. Die Dokumentation benötigt Metadaten, um mit Informationen aus anderen Quellen, z.B. Betriebsparametern, verbunden zu werden. Anhand dieser Metadaten können Anwendungen die Dokumentation für bestimmte Anwendungsfälle, wie z.B. Fehlerzustände, dynamisch abrufen und zusammenstellen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Arten von Metadaten, die für intelligente Informationen notwendig sind. Sie erfahren, wie Sie unternehmensspezifische Metadaten entwickeln und was der neue Bereitstellungsstandard der tekom, iiRDS, damit zu tun hat.

Vortrag B2

Karsten Voß
ZINDEL AG

Warnhinweise: normenkonform oder verständlich?
Mit der richtigen Anwendung von Normen wirksam warnen

Dass Sicherheit ein überaus wichtiger Aspekt von Benutzerinformation ist, darüber gibt es unter uns keine Zweifel. Trotzdem treten immer wieder Fragen und Unsicherheiten auf. Im Vortrag erfahren Sie, ob Betriebsanleitungen wirklich überall mit Warnhinweisen gespickt sein müssen, um normenkonform und rechtssicher zu sein. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie Sie Sicherheitshinweise und Warnhinweise richtig anwenden, damit Benutzer Ihr Produkt sicher verwenden.

Vortrag A3

Veronika Eisele
FCT AG

Der Weg ist das Ziel! Intelligente Navigationskonzepte für die digitale Dokumentation
Wie man durch Navigation einen Mehrwert schafft

Eine digitale Technische Dokumentation steht und fällt mit ihrem Navigationskonzept! Ein Nutzer möchte schnell und intuitiv zu der gesuchten Information kommen. Um Frust zu vermeiden, muss man sich frühzeitig über intelligente Navigationswege Gedanken machen. Auch Einstiegswege in die Dokumentation spielen hierbei eine wichtige Rolle. Scannt der Nutzer einen QR-Code auf dem Gerät oder muss die Anwendung manuell gestartet werden?
Der Vortrag gibt einen Einblick, worauf es bei der mobilen Navigation ankommt und wie man durch intelligente Navigationslösungen einen Mehrwert schafft.

Vortrag B3

Stefan Zindel
ZINDEL AG

Showcase Mobile Dokumentation
Aktuelle Beispiele für Benutzerinformationen auf mobilen Endgeräten und auf Gerätesteuerungen

Look and Feel: Wie kann die mobile, elektronische Variante der Technischen Dokumentation heute konkret aussehen? Der Vortrag zeigt Beispiele aus der täglichen Praxis – für technische Konsumgüter, Elektronik, Medizingeräte, Fahrzeugtechnik sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Dabei werden folgende Fragestellungen beleuchtet: Ist ein PDF nicht auch „mobil“? Warum sollte man mit HTML arbeiten? Was bedeutet „responsives Design“? Welche Endgeräte sind brauchbar? Müssen für die Printausgabe und die mobile Variante zwei Dokumente gepflegt werden? Welche Quellen sind besonders geeignet?

Vortrag A4

Thomas Kraus
VDMA

Maschinenanlagen – Gesamtheit von Maschinen
Merkmale und Rechtsfolgen für die Beteiligten

Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG fasst den Begriff „Maschine“ sehr weit und behandelt auch Maschinenanlagen als sog. „Gesamtheit von Maschinen“ wie eine Maschine. Hierfür sind ein Konformitätsbewertungsverfahren und eine CE-Kennzeichnung verpflichtend; dies wiederum beinhaltet die Technische Dokumentation einschließlich der Anlagenbetriebsanleitung. Nicht jede Verkettung von Einzelmaschinen und/oder unvollständigen Maschinen ist jedoch davon betroffen. Der Vortrag erklärt die Zusammenhänge und gibt Tipps für die Umsetzung.

Vortrag B4

Isabelle Fleury
Fleury & Fleury Consultants

Verantwortung im Redaktionsprozess
Was kann die Technische Redaktion für eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung tun?

Nehmen Ihre Entwicklerkollegen ihre Verantwortung im Redaktionsprozess nicht ernst genug, so dass Sie sich wie Sisyphus vorkommen? In diesem Vortrag zeigen wir auf, wie die Redakteure in der Projektarbeit diese zentrale Schnittstelle verbessern können. Welche Management-Werkzeuge können Redakteure nutzen, um überzeugend für Klärung und bessere Ergebnisse zu sorgen und sich als wertvoller Prozessbeteiligter zu positionieren?

Vortrag A5

Matthias Schulz
Axelent GmbH, tekom-Forum Richtlinien und Normen

Die Schnittstelle zwischen Risikobeurteilung und funktionaler Sicherheit
Zusammenarbeit zwischen mechanischer und steuerungstechnischer Konstruktion optimieren

In Risikobeurteilungen sind die für Maschinen erforderlichen Sicherheitsfunktionen oft nicht so dokumentiert, dass sie von Steuerungstechnikern korrekt umgesetzt werden können. Dabei geht es nicht nur um fehlende Angaben für die Berechnung der Zuverlässigkeit, sondern auch um die Beschreibung der Funktionalität an sich. Diese Dokumentationslücke behindert die weitere Entwicklung des Produkts und auch die Erstellung von Informationen zu den Schutzmaßnahmen in der Betriebsanleitung.
Der Vortrag zeigt, welche Informationen in einer Risikobeurteilung dazu enthalten sein sollten und wie diese optimal erarbeitet und dargestellt werden können. Ferner wird gezeigt, welche Informationen zu Sicherheitsfunktionen in Anleitungen enthalten sein sollten.

Vortrag B5

Lars Schiller
ZINDEL AG

Suchen doof finden
Informationen muss man finden können

Ob Socken oder Informationen – niemand sucht sie gerne. Man muss sie finden können, und zwar schnell. Denn eine Information, die nach kurzer Suche nicht gefunden wird, hat keinen Nutzen; aus der Sicht des Suchenden existiert sie nicht einmal. Das gilt sowohl für die Suche in großen Datenbeständen als auch innerhalb eines Dokuments. Für gedruckte Anleitungen gibt es ausgefeilte Navigationshilfen, vom Inhaltsverzeichnis, das die Struktur aufzeigt, bis zum Index, der den Inhalt erschließt. Doch wie steht es um die mobile Technische Dokumentation? Da gilt die Volltextsuche als Mittel der Wahl. Und die semantische Suche verspricht wahre Wunder. Doch ob das genügt? Eher nicht.

Vortrag A6

Jens-Uwe Heuer-James
tekom-Rechtsdienst

Urheberrecht und Zulieferdokumentation
Was muss die Redaktion bei der Integration und Übersetzung von Zulieferunterlagen beachten?

Technische Dokumentation insbesondere für den Anlagenbau ist eine große Herausforderung hinsichtlich umfangreicher Zulieferdokumentation – und umfangreicher regulativer Forderungen. Hieraus ergeben sich typische Aufgabenstellungen für die Technische Redaktion.

Vortrag B6

Marion Knebel
parson AG

Einführung in DITA
Wer ist das, und muss ich den kennen?

Die Erstellung strukturierter Dokumentation und das Erzeugen verschiedener Ausgabeformate aus einer Quelle (Single-Source-Publishing) sind heute Standard in der Technischen Dokumentation. Oft wird eine XML-basierte Lösung eingesetzt. DITA (Darwin Information Architecture) ist ein offener XML-Standard für technische Dokumentation, der neben der Informationsarchitektur mit dem DITA Open Toolkit bereits ein Grundgerüst liefert, um unterschiedliche Ausgabeformate zu erzeugen. Der Vortrag gibt einen Überblick über DITA. Sie lernen, für welche Arten von Informationen DITA sich eignet und was die Vor- und Nachteile eines offenen Standards sind. Außerdem erfahren Sie, welche Kosten mit der Einführung eines (kosten)freien Standards verbunden sind.

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