Erster Forschungsflug von SOFIA verlief erfolgreich

Ende November 2010 hat das deutsch-amerikanische Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) mit seinem ersten Flug den wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen. In diesem hochkomplexen Projekt greift das Deutsche SOFIA Institut auf das umfassende Dokumentations-Know-how der ZINDEL AG zurück. Insbesondere sind wir für die Datenaufbereitung der Ersatzteilversorgung für das Teleskop zuständig. Eine ebenso reizvolle wie verantwortungsvolle Aufgabe, die wesentlich dazu beiträgt, den langjährigen Flug- und Forschungsbetrieb sicherzustellen.

Erster Wissenschaftsflug der fliegenden Sternwarte

Das deutsch-amerikanische Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) hat den wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen. Am Montag startete das Teleskop im Jumbojet zu einem ersten wissenschaftlichen Beobachtungsflug. Dabei nahmen die Astronomen das Sternbild Orion mit seinen Sternentstehungsgebieten ins Visier. Mit Ablauf und Ergebnissen des Beobachtungsflugs zeigten sich die Forscher zufrieden.

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen. Am 30. November 2010 um 19.34 Uhr Ortszeit startete SOFIA von der NASA Dryden Aircraft Operations Facility in Palmdale im US-Bundesstaat Kalifornien zu ihrem ersten wissenschaftlichen Beobachtungsflug. Ziel der nächtlichen Beobachtungen war das Sternbild Orion mit seinen Sternentstehungsgebieten, deren Infrarotinformationen von der Erde aus aufgrund des Wasserdampfs in der Atmosphäre praktisch nicht beobachtbar sind. SOFIA landete am 1. Dezember 2010 um 5.28 Uhr Ortszeit (14.28 Uhr MEZ) wieder in Palmdale.

Mit an Bord waren Terry Herter als leitender Wissenschaftler und seine Kollegen von der Cornell University mit ihrer hochempfindlichen Infrarotkamera FORCAST (Faint Object InfraRed-CAmera for the SOFIA Telescope), die Daten im spektralen Bereich von 5 bis 40 Mikrometern erfassen kann. Das erste Bild des ersten Wissenschaftsflugs zeigt das Sternbild Orion, wie es mit FORCAST beobachtet wurde. "Der erste Wissenschaftsflug hat gezeigt, dass das SOFIA-Observatorium sehr gut funktioniert. Die Zusammenarbeit zwischen den amerikanischen und deutschen Projektpartnern läuft hervorragend", sagt Alois Himmes, SOFIA-Projektleiter des DLR.

"Diese ersten wissenschaftlichen Flüge dienen dazu, die Potentiale von SOFIA zu überprüfen und die Leistungsfähigkeit dieser weltweit einzigartigen fliegenden Sternwarte zu demonstrieren", erklärt Prof. Alfred Krabbe, Leiter des Deutschen SOFIA-Instituts der Universität Stuttgart. In dieser ersten wissenschaftlichen Beobachtungsnacht konnte Herter Orion etwa 35 Minuten lang beobachten. Nach weiteren zwei Flügen, die in den nächsten Tagen stattfinden sollen, wird er sich mit seinen Kollegen der Datenauswertung widmen und bald die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse von SOFIA präsentieren können. Schon jetzt steht für Terry Herter fest: "SOFIA ist ein großartiges Infrarot-Teleskop."

Der Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungen markiert den Übergang von SOFIA als Testplattform hin zu einem fliegenden Observatorium. "Von nun an steht den Astronomen aus aller Welt ein einmaliges und vielseitiges Werkzeug zur Untersuchung des Universums zur Verfügung", sagt Alois Himmes. Die Phase des wissenschaftlichen Betriebs ist für eine Dauer von 20 Jahren geplant. Anfang März 2011 soll das deutsche Fern-Infrarot-Spektrometer GREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) unter der Leitung von Rolf Güsten vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn seinen ersten Einsatz an Bord von SOFIA haben, dem ebenfalls nach kurzer Zeit zwei weitere Flüge folgen sollen.

Die SOFIA-Beobachtungen demonstrieren die Stärken dieses Observatoriums wie etwa die Möglichkeit, einen sehr weiten Bereich des elektromagnetischen Spektrums zu detektieren. "Mit SOFIA und GREAT können wir anhand von Moleküllinien zum Beispiel die astrochemischen Bedingungen im interstellaren Medium heller Sternentstehungsregionen studieren", erklärt Hans Zinnecker, stellvertretender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums am NASA Ames Research Center in Mountain View.

Mit dem in eine modifizierte Boeing 747SP integrierten 2,5 Meter-Teleskop werden astronomische Beobachtungen im Infrarot- und Submillimeter-Wellenlängenbereich weitgehend oberhalb der hierfür störenden irdischen Lufthülle durchgeführt. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Zielsetzung ist die Erforschung der Entwicklung von Milchstraßensystemen sowie die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Sonnensystemen aus interstellaren Molekül- und Staubwolken. SOFIA ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der NASA.

Quelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/12/1012-003.shtml

Weitere Informationen zum SOFIA-Projekt finden Sie im Presseartikel „Astronomen gehen mit ZINDEL-Unterstützung in die Luft“ unter „Presse“.



Mittwoch, 22. Februar 2012

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