Mit den kompakten Seminaren dieses 15. Forums bieten wir Ihnen spannende und wegweisende Vorträge zu aktuellen Trends und Fragestellungen in der Branche. Dabei wird es auch wieder Gelegenheit zum angeregten Erfahrungsaustausch mit Kollegen und Dozenten geben.
Das DOKU+MEDIEN-Forum 2012 findet statt am Mittwoch, 22. Februar 2012, von 9:00 bis etwa 17:30 Uhr, im Hause der ZINDEL AG, Tangstedter Landstraße 83, 22415 Hamburg. Die Anmeldegebühr beträgt pro Teilnehmer 350,- Euro zuzüglich MwSt. – Pausengetränke und ein kommunikativer Imbiss inklusive. Anmeldeschluss ist der 10. Februar 2012.
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Im Folgenden haben unsere Referenten ihre Seminarvorträge für Sie kurz zusammengefasst. Hinweis: Die Seminarreihen A und B laufen parallel, das heißt A1 läuft zeitgleich mit B1 etc.
Vortrag A1, Referent Jens-Uwe Heuer, tekom-Rechtsdienst
Auswirkungen des neuen Produktsicherheitsgesetzes auf die Technische Dokumentation
Mit dem ProdSiG git es eine neue Grundlage für das Recht der Produktsicherheit. Die Tendenz ist eindeutig: Der Gesetzgeber möchte die Produktüberwachung verstärken und verschärft mit dem ProdSiG die Sanktionen für die Unternehmen. Auch als Spielregel des Marktes funktionieren die Anforderungen an die Produktsicherheit und die korrekte Handhabung des CE-Kennzeichens – Marktbegleiter greifen hier untereinander Vorfälle auf und verfolgen diese. Der Technischen Dokumentation kommt dabei eine hohe Bedeutung als Maßstab für die Produktsicherheit zu – schlechte Anleitungen werden in Zukunft wesentlich stärker überwacht und sanktioniert werden. Dies zeigt sich schon daran, dass das Fehlen einer Gebrauchsanleitung in Zukunft eine Ordnungswidrigkeit ist. Der Vortrag informiert über diese Entwicklung und gibt einen Überblick zum ProdSiG insbesondere unter dem Blickwinkel der Technischen Dokumentation.
Vortrag A2, Referent Frank Fleury, Fleury & Fleury Consultants
No risk, no fun?
Projektleitung: Risikomanagement in Doku-Projekten
In der Technischen Dokumentation wird unter hohem Zeitdruck gearbeitet. Projekte werden deshalb oft mit wenig Vorbereitung gestartet, im Glauben, dass man eventuelle Schwierigkeiten schon irgendwie im Projektablauf bewältigen wird. Diese Vorgehensweise birgt jedoch die Gefahr, dass Probleme zu spät für eine angemessene Reaktion erkannt werden. Dieser Vortrag zeigt auf, wie mit einem systematischen Risikomanagement als Teil des Projektmanagementprozesses Projekte sicherer, reibungsloser und billiger realisiert werden können. Dabei werden konkrete Risiken erörtert, denen man in der Technischen Dokumentation begegnen kann, so dass sich die Teilnehmer mit der Anwendung der Methodik in ihrem Tätigkeitsfeld vertraut machen können.
Vortrag A3, Referent Dieter Gust, itl Institut für technische Literatur AG
Wie iPad, Galaxy und Co die Technische Dokumentation verändern.
Bringen Sie Bewegung in Ihre Papier-Dokumente
Technische Dokumentation auf mobilen Medien: Was bis heute umgesetzt wurde. Ein kritischer Streifzug durch die Welt der Apps auf iPad und Android-Geräten. Der Vortrag zeigt anhand von konkreten Beispielen, welche Technische Dokumentation heute auf mobilen Endgeräten Sinn macht. Dabei werden Tools, Formate aber auch inhaltliche Konzeptionen näher beleuchtet.
Vortrag A4, Referent Torsten Machert, EasyBrowse GmbH
Informationen mobil - Wahn oder Sinn?
Die stärkere Verbreitung von Tablet-PCs und e-Book-Reader lässt den Wunsch wachsen, auch technische Informationen auf diesen Geräten zur Verfügung zu stellen. Der Vortrag beleuchtet Anforderungen an elektronische Publikationen bezogen auf ihre Verfügbarkeiten in unterschiedlichen Hardware- und Betriebssystemumgebungen. Er vergleicht unterschiedliche Informatationsarten hinsichtlich der Eignung für Tablet-PCs, e-Book-Reader oder traditionelle elektronische Publikationen im Internet oder Intranet.
Abschließend werden verschiedene Workflows diskutiert, die den Weg zu modernen elektronischen Publikationen ebnen.
Vortrag B1, Referent Prof. Dr. Klaus Schubert, Universität Hildesheim
Kommunikationsoptimierung: bewusstes Eingreifen in Sprache und Inhalt
Fachkommunikation im Unternehmen ist eine Querschnittsaktivität. Erhöht man in einem Arbeitsprozess der professionellen Informationsentwicklung an einer Stelle die Qualität (und die Kosten), so macht sich dies im Nutzungsprozess der Produkte und Dienstleistungen an Tausenden oder Millionen Stellen bezahlt. Alles, was die Fachkommunikation optimieren kann, ist daher wichtig und lohnend. Der Informationsentwicklung stehen zahlreiche, in Anwendung und Wirkung recht unterschiedliche Optimierungstechniken zur Verfügung. Hierzu zählen eine Standardisierung der Terminologie, eine Regelung des sprachlichen Ausdrucks bis hin zur regulierten Sprache mit und ohne Controlled Language Checker und eine Informationsstrukturierung mit Funktionsdesign, DITA oder einer anderen Technik. Hierher gehört auch die übersetzungsgerechte Dokumentationserstellung und die Texterstellung für die maschinelle Übersetzung. Ein Zwischenziel der Optimierung ist die Wiederverwendbarkeit von Textbausteinen und Dokumentkomponenten. Der Vortrag versucht eine Analyse der ganzen Bandbreite der Kommunikationsoptimierung und einen Ausblick auf aussichtsreiche kommende Entwicklungen.
Vortrag B2, Referentin Sophie Boulas, ZINDEL AG
Einführung eines Redaktionssystems – mit List und Tücke
Ein Redaktionssystem allein wird nicht alle Probleme lösen, mit denen Technische Redakteure Tag für Tag konfrontiert sind. Diese Systeme sind sehr mächtig, vieles ist möglich und vieles kann falsch gemacht werden. Die Einführung eines solchen Systems wird nur erfolgreich sein, wenn diese gut vorbereitet und auch weiter begleitet wird. Die Frage "Welches Redaktionssystem führen wir ein?" springt zu kurz. Die Auswahl eines geeigneten Systems ist nur ein Punkt neben verschiedenen Schritten, die vor und während einer erfolgreichen Einführung berücksichtigt werden müssen:
• Analyse der Dokumentations-Prozesse im Unternehmen
• Konzept für die Einführung des Redaktionssystems
• Modularisierung und Strukturierung der Dokumente
• Erstellung eines Lastenhefts
• Systemauswahl
• Erstellung eines Pflichtenhefts
• Migration der vorhandenen Daten
• Implementierung und Installation des Systems
• Schulung der Mitarbeiter
• Projektmanagement
Diese Aspekte werden im Vortrag anhand konkreter Beispiele beleuchtet.
Vortrag B3, Referenten Kai Ritter (ASN GmbH) und Lutz Pliske (CONDOK GmbH)
Was bietet der Standard S1000D für den Maschinen- und Anlagenbau
Beispiel: Windkraftanlagen und BREX-Prüfungen
Im Allgemeinen Maschinenbau insbesondere bei gemeinsamen Betrieb und Wartung von Produkten durch Dritte ist der Bedarf an modernste Standards und Richtlinien gestiegen. Der Einsatz und die erfolgreiche Einführung der ASD S1000D am Beispiel von Windkraftanlagen zeigt die effektive Nutzung und Einsatzmöglichkeit auch im "Non Aviation" und "Non Military" Umfeld. Nach den Grundlagen der S1000D und dem Anwenderbeispiel wird im zweiten Teil des Vortrages das Thema Qualitätssicherung behandelt. Hier wird gezeigt, wie wichtig projektspezifische Festlegungen (Business Rules) sind und wie diese durch automatisierte Prüfungen mit Hilfe von BREX-Dateien geprüft werden können.
Vortrag B4, Referent Lutz Kohlert, Germania Fluggesellschaft mbH
Sicherer Fliegen mit XML?
Prozesse umgestalten: Rechtssicherheit, Nachvollziehbarkeit, Aktualität, Verfügbarkeit von Informationen
- Nutzung der Vorteile der XML-Dokumentation, Konvertierung in andere Formate, Verwendung der Informationen in mehreren Publikationen (PDF, Easybrowse, CHM-Files)
- Arbeiten in Datenbanken, Reduzierung Arbeitsaufwand pro Produkt, Konzentration der Editoren auf den Inhalt und nicht mehr auf Formatierung der Produkte, Verbesserung interner Arbeitsabläufe
- Festgelegte Normen und Standardisierung der Informationen über alle Produkte
- Gewährleistung der Datensicherheit in den Publikationen, es wird nur eine Quelle benutzt und es kann in verschiedenen Medien verwendet werden
- Verbesserung der Nachweisbarkeit der Revisionen durch vordefinierte Abläufe
- Erfüllung der Forderungen der nationalen und internationalen Luftfahrtbehörden in Bezug auf Revisionsnachweis und Ausführung von Revisionen, Kennzeichnung, Nachvollziehbarkeit
- Nutzung der XML-Dokumentation auf EFB (Electronic Flight Bag), effektiveres Arbeiten für die Flight Crews gewährleistet durch Suchfunktionen über alle Produkte und geringere Übertragung von Datenmengen während eines EFB-Updateprozess



