Tenor beim Doku+Medien Forum 2008: „Das hat was gebracht“

Großer Andrang beim traditionellen Branchentreff bei ZINDEL: Am 28. Februar 2008 fand im Hause der ZINDEL AG – und in Kooperation mit dem Verbund DokuNord – das alljährliche Doku+Medien Forum statt.

Bereits zum elften Mal trafen sich Macher und Entscheider aus den Bereichen Technische Dokumentation, Illustration, Übersetzung und Medien, um sich über die neuesten Entwicklungen und Trends zu informieren. Auch in diesem Jahr bot das Forum eine stattliche Zahl praxisrelevanter Fachvorträge und viele Gelegenheiten zum Austausch mit Experten und Gleichgesinnten.

Den über 80 angereisten Branchenkennern wurde in acht Vorträgen konzentriertes Know-how zum State-of-the-Art in der Technischen Dokumentation vermittelt. Außerdem standen unsere Experten allen Seminarteilnehmern Rede und Antwort. Die Pausen wurden nicht nur dazu genutzt, sich am reichhaltigen Büffet zu stärken, sondern natürlich auch, um sich gegenseitig näher kennzulernen und das Gehörte in angeregten Diskussionen zu vertiefen.

Der Erfolg der Veranstaltung zeigt, dass das Doku+Medien Forum für die Teilnehmer zu einer festen Institution geworden ist und sich zum Schluss alle einig waren: „Das hat uns was gebracht” – und das nächste Doku+Medien Forum kommt bestimmt, nämlich im Februar 2009 bei ZINDEL.

Das Motto des diesjährigen Doku+Medien Forums: Mit Fachvorträgen das Wissen erweitern, in kleiner Runde die Themen vertiefen und am Büffet neue Kräfte sammeln.


Referentenmaterial Downloadlinks

A1
Katalog-Produktion auf Basis von XML. Vorteile und Fallen

Thomas Mai (MAI KG)

Produktinformationen mehrfach zu verwenden, für das Internet, vielleicht eine CD und gedruckt als Gesamtangebot oder in Teilen für bestimmte Branchen, Sprachen oder Kunden, ist die einzige Strategie, sich den immer mehr steigenden Anforderungen der Märkte anzupassen.

XML ist eine Technologie, mit der solche Anforderungen erfüllt werden können. XML ist ein weltweiter Standard, der auf die ISO-Norm für medienübergreifendes Datenhandling aufgesetzt wurde.

Wie funktioniert aber nun das Erstellen von Katalogen mit XML in der Praxis? Welche Vorteile bringt ein Content Management System bei der Verwaltung der Produktinformationen? Wo sind die Vorteile und wo die Fallen bei der Realisierung solcher Projekte?

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A2
3D für Jedermann – Einsatzbereiche und Grenzen von Acrobat 3D

Andreas Vogel (theorie3.De)

Es ist klar, dass heutzutage so gut wie alle technischen Dokumentationen für das Endmedium Papier erstellt werden müssen. Da gerade bei hochkomplexen technischen Systemen die Servicetechniker größtenteils bereits mit Laptops ausgestattet sind, denken jedoch immer mehr Hersteller schon heute über eine rein elektronische Dokumentation nach. Die Vorteile, die hier zum Tragen kommen, sind:

  • Einfacheres und schnelleres Suchen und Finden von Informationen.
  • Effizientere Einpassung in Bestellprozesse.
  • Weniger Fehlerquellen durch offensichtlichere Darstellung von Ein-/Ausbauvorgängen in 3D.

Acrobat 3D und somit das 3D PDF bieten hier den großen Vorteil, dass kein neuer 3D-Viewing-Standard etabliert werden soll, sondern auf dem bereits bestehenden Standard PDF aufgebaut wird. Da 3D PDFs bereits ab dem kostenfreien Adobe Reader 7 betrachtbar sind, stellt sich gerade im Bereich der technischen Dokumentation weniger die Frage OB, sondern eher WANN diese neue Möglichkeit zu einem nicht mehr wegzudenkenden Werkzeug wird.

Je früher Sie sich also mit dieser Thematik beschäftigen, umso mehr schaffen Sie bereits heute ein Herausstellungsmerkmal Ihren Kunden gegenüber. In diesem Vortrag erfahren Sie die Möglichkeiten und Grenzen des 3D PDFs für Ihre tägliche Arbeit.

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A3
Tausend Geräte – eine Anleitung? Mit Variantensteuerung geht’s!

Torsten Machert (Ovidius GmbH) & Volker Wodaege (ZINDEL AG)

Wenn ein Gerätehersteller tausende Varianten hat, hat er ein veritables Problem: Soll er tausende von Anleitungen dazu erstellen und pflegen?

Die Lösung könnte eine geschickte Modularisierung sein, wobei die Anleitungen aus einem Pool allgemeingültiger sowie gerätespezifischer Module zusammengestellt werden.

Wer jedoch hunderte von Modulen hat, hat prompt das nächste Problem: Wie indizieren, wie verwalten, wie wiederfinden?Die Lösung bietet ein Einsatz von XML-Techniken in einem Redaktionssystem, wobei gerätespezifische Passagen innerhalb von Modulen als entsprechende „Varianten“ ausgezeichnet und bei der Anleitungserstellung geräteabhängig herausgefiltert werden.Im Extremfall denkbar wäre sogar ein einziges, allumfassendes Modul – aus dem durch Variantenfilterung tausende von gerätespezifischen Anleitungen entstehen können.

Theorie und Praxis solcher Verfahren werden in diesem Vortrag vorgestellt.

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A4
PARTS-PUBLISHER: Intelligente Ersatzteilkataloge mit Einbindung von Service-Know-how

Werner Hofmeister (Docware GmbH) & Narzisse Nianur (ZINDEL AG)

Im Vortrag werden die wichtigsten Features einer Ersatzteilkatalogsoftware vorgestellt und praktische Beispiele von Ersatzteilkatalogen vorgeführt. Insbesondere wird aufgezeigt, wie spezielle Service-Informationen, d.h. Hinweise zu Wartungszyklen, Wartungs-Kits, Arbeitswerte, Teilehistorie, Reparaturanleitungen, Sicherheitshinweise, Servicebulletins etc. im Katalog bereitgestellt werden können.

Des Weiteren wird erläutert, wie diese Software dazu genutzt werden kann, Rückmeldungen der Katalognutzer (Fehlermeldungen, Hinweise zu Bauzustandsänderungen, Serviceberichte, Verbesserungsvorschläge, Anwendungserfahrungen, etc.) zu erfassen, zu verwalten und zu verteilen. Mit anderen Worten: Service-Know-how einzelner Mitarbeiter in den Ersatzteilkatalog zu integrieren und über den Katalog der gesamten Firma zur Verfügung zu stellen.

Außerdem werden die Einsparpotenziale der Ersatzteilkatalogsoftware thematisiert und Zahlen aus der Praxis vorgestellt.

Der letzte Teil des Vortrags zeigt in Anwendungsbeispielen, wie ein Dienstleistungsunternehmen mit dieser Software die unterschiedlichsten kundenspezifischen Ersatzteilkataloge konzipiert, erstellt und pflegt.

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B1
Rückbezug mit Wirkung – Übersetzung als Qualitätssicherung von Ausgangstexten
Jan Lass (sprachkombinat.de)

Welchen Nutzen kann der Übersetzungsprozess für die ausgangssprachlichen Texte bedeuten? Wo liegen Chancen und Nutzen für Auftraggeber und Übersetzer? Wo liegen Risiken und Widerstände? Welche Aspekte sind hierbei zu beachten?Aus der These „Ein Text wird nie wieder so genau gelesen wie beim Übersetzen“ entspringt die Konsequenz: Übersetzung als integrierter Bestandteil der Qualitätssicherung in Technischer Redaktion und Unternehmenskommunikation.

Der Vortrag wird sich an Fallbeispielen aus der übersetzerischen Praxis orientieren, in denen dieses Prinzip angewendet wurde, hätte angewendet werden können, oder auch ungeeignet wäre. Es sollen sowohl die Sichtweise von Dienstleistern verschiedenster Art als auch des beauftragenden Unternehmens thematisiert werden.

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B2
Hilft der Technischen Redaktion eine Schnittstelle zum Übersetzungsmanagement?

Christian Weih (across Systems GmbH)

Die Technische Redaktion ist die Schnittstelle zwischen den Entwicklern eines Produktes und dessen Anwendern, sei es in Form von Bedienungsanleitungen, Datenblättern oder Produktkatalogen. An diesen Prozess der Erstellung von Informationen schließt, gerade in Deutschland als Exportweltmeister, immer häufiger eine Übersetzung in viele Sprachen an.

Der Vortrag möchte aufzeigen, welche Vorteile es einer Technischen Redaktion bringt, sich mit diesem oftmals unbekannten Themenbereich softwaretechnisch zu vernetzen.

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B3
DITA als Strukturierungsmethode: Top oder Flop?

Dieter Gust (itl AG)

DITA ist aus US-amerikanischer Sicht für technische Dokumentation der Hype schlechthin. Es geht nicht mehr um die Frage, ob DITA Sinn macht, sondern nur noch wann und wie eine DITA-Implementierung umgesetzt werden soll.

Der Vortrag greift die vielfach genannten Vorteile von DITA auf und stellt diese den zum Teil gegensätzlichen Erlebnissen des Referenten gegenüber. Provokante Erkenntnis: Wenn Standards und Zukunftssicherheit nicht als geldwerte Vorteile gesehen werden, dann verursacht DITA auch nur Kosten…Ergänzt wird das Pro und Contra mit einer kritischen Beleuchtung der öffentlich wahrnehmbaren Best-Practice-Berichte zu DITA-Implementierungen.

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B4
Topic-orientiertes Schreiben – Von Büchern zu Informationsschnipseln und wieder zurück

Dieter Gust (itl AG)

Topic-orientierte Strukturierungsmehoden, z.B. gemäß DITA, sind in aller Munde. Topics sind die Basis aller modularisierten Dokumentation.

Trotzdem wagt nur der Erfinder von DocBook, Norman Walsh, in den USA die These, dass Topics sich nur mit großer intellektueller Anstrengung auch für buch-orientierte Dokumentation eignen. Umgekehrt lassen sich aus buch-orientierten Dokumenten relativ leicht topic-orientierte Informationen ableiten.

Der Vortrag greift die Thesen von Norman Walsh auf und würzt sie mit eigenen Praxiserlebnissen. Provokantes Fazit: Aus Mosaiksteinen lassen sich beliebige Bilder bauen – ganz leicht vor allem sehr abstrakte…

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Donnerstag, 02. April 2009

03.- 05. November 2010
tekom Jahrestagung
in Wiesbaden